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Handy unter 100 Euro im Vergleich

Handys und Smartphones in diesem Preisbereich sind oft als Billig-Geräte verschrien oder man unterstelle von Anfang an schlechte Qualität. Dabei gibt es auch in diesem Preisbereich sehr viele Hersteller und Geräte, die solide Technik und gute Verarbeitung bieten.

Ein Vergleich mit Geräten, die 10 Mal so teuer sind verbietet sich aber natürlich. Trotzdem bekommt man in diesem Preisbereich oft durchaus interessante Angebot, die in der Regel die normalen täglichen Aufgaben im Mobilfunk ohne Probleme erledigen können.

Nutzen Sie unserem Handy- und Smartphone Vergleich und finden sie schnell und einfach ein günstiges Handy!


6c6931d6-4500-413b-83c2-95c18b0ee1c6 (1)Lohnen sich Handys unter 100 Euro?

Der Preisbereich von unter 100 Euro pro Gerät gilt als Einsteiger-Bereich, aber mittlerweile haben viele Hersteller die günstigsten Handys als eine Variante entdeckt, einerseits viele Geräte absetzen zu können und auf der anderen Seiten die Kunden an die eigene Markt zu binden. Daher finden sich auch bei den sehr günstigen Handys und Smartphones mittlerweile solide Geräte, die zwar ohne Zusatzfeatures wie Fingerabdruck-Scanner oder NFC auskommen, aber die normale Nutzung durchaus ohne Probleme erledigen.

Die Idee dahinter ist, dass Kunden, die mit günstigen Geräten zufrieden sind, früher oder später vielleicht auch zu den etwas teureren Geräten geben. Dafür ist es aber natürlich notwendig, dass der Kunde positive Erfahrungen mit den Smartphones macht und daher geben sich die Hersteller auch bei Handys bis 100 Euro mittlerweile durchaus Mühe.

Schnellauswahl: Wählen Sie ihr Wunsch-Handy

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Sind gebrauchte Handys eine Alternative?

In diesem Preisbereich greifen viele Kunden neben neuen Geräten für unter 100 Euro auch gerne auf gebrauchte Geräte zurück, die man bei Ebay oder verschiedenen Kleinanzeigen-Portalen teilweise bereits für 100 Euro oder weniger bekommt. Oft gibt es dann die Topmodelle aus den vergangen Jahren zu einem sehr günstigen Einstiegspreis.

Das kann (abhängig vom Preis) durchaus eine Variante sein, man sollte allerdings zwei wichtige Punkte im Hinterkopf behalten:

  • bei gebrauchten Handys aus privaten Käufen gibt es keine Gewährleistung und keine Garantie. Eventuelle Schäden nach dem Kauf muss man also selbst tragen.
  • Ältere Geräte sind oft mit alten Software-Versionen ausgestattet für die es keine Updates mehr gibt. Man muss daher unter Umständen mit bereits bekannte Sicherheitslücken leben und hat keine Möglichkeit, diese zu beheben.

Es gibt also durchaus auch eine Punkte, die gegen gebrauchte Geräte sprechen. Ob ein Angebot gut oder schlecht ist, hängt aber immer vom Gerät selbst und dem Preis ab, eine pauschale Empfehlung lässt sich da nur sehr schwer geben.

Video: Gebrauchte Handys ja oder nein?

Besonders bei Apple findet man Geräte für unter 100 Euro nur sehr selten. Sie sind dann oft bereits sehr alt oder defekt. Wenn neue Geräte für diesen Preis angeboten werden, kann man von einem Fake-Angebot ausgehen.


China-Importe – Vorteile und Nachteile

china-1184107_1280Außerhalb des deutschen und europäischen Marktes findet man in China und generell in vielen Shops in Fernost oft Modelle, die viel Technik versprechen und damit extrem günstig sind. Teilweise gibt es Angebote zwischen 50 und 100 Euro. Das hört sich nach einem durchaus vielversprechenden Ansatz an, aber es gibt wichtige Punkte, die man dabei beachten sollte.

So ist die Qualität und Verarbeitung der Geräte oft mangelhaft. Nutzer berichten von Handys, die einfach aus gehen, einen ungenauen Bildschirm haben oder insgesamt bei der Bedienung sehr träge sind. Das trifft nicht auf alle Geräte zu aber, die Chance, ein Handy zu erwischen, dass qualitativ nicht mit den Angeboten der normalen Hersteller mithalten kann, ist hoch.

Dazu kann man nicht sicher sein, dass die versprochenen Bauteile auch wirklich im Gerät zu finden sind. Die wenigsten Nutzer können prüfen, ob wirklich der beworbene Chip verbaut ist oder die Kamera nicht eventuell doch zu wenige Megapixel hat.

Dazu ist auch der Service häufig ein Problem. So lange die Geräte funktionieren und keine Schwierigkeiten auftreten, ist das meistens zu vernachlässigen. Benötigt man aber eine Ansprechpartner und will man beispielsweise Garantie oder Gewährleistung in Anspruch nehmen, findet sich dann oft kein Kontakt oder Mails werden nicht beantwortet.

Bei den Kosten sollte man auf jeden Fall die Versandkosten (Shipment) mit beachten. Bei China-Handys unter 100 Euro fällt zwar in der Regel kein Zoll an, man muss aber trotzdem zusätzliche Einfuhr-Umsatzsteuer zahlen. Der Zoll in Deutschland schreibt dazu:

Bei einem Wert zwischen 22 Euro und 150 Euro sind die Sendungen zwar zollfrei, aber nicht frei von Einfuhrumsatzsteuer. Bei der Feststellung, ob Wertgrenzen eingehalten sind, ist der Gesamtwert der Ware ausschlaggebend. Entscheidend ist, welcher Betrag tatsächlich gezahlt wurde, um die Ware zu erhalten. Sollten im Rechnungsendbetrag Portokosten enthalten sein, werden diese nicht herausgerechnet.

Damit kann das günstige Handy dann unter Umständen sogar teurer werden als ein ähnliche Gerät direkt in Deutschland.

Es gibt also bei diesen Geräten durchaus einige Punkte zu beachten und für Nutzer ohne Vorerfahrungen würden wir daher von diesen Smartphones abraten.


Handys für unter 100 Euro mit Vertrag

Günstige Handys und Smartphones haben preislich nicht nur einen Vorteil, wenn man sie ohne Vertrag kauft, sondern auch mit Vertrag sind preiswerte Geräte eine interessante Wahl.

Die Anbieter müssen dann keine hohen monatlichen Kosten auf den Tarif aufschlagen, um die Geräte zu refinanzieren und damit ist die monatliche Grundgebühr in diesem Handytarifen oft deutlich günstiger als bei teureren Geräten. Am Beispiel der Telekom wird das deutlich: hier gibt es die aktuellen Topmodelle wie das iPhone 6s und das Samsung Galaxy S7 teilweise nur mit 20 Euro Aufschlag auf die monatliche Rechnung. Nur so kann das Unternehmen diese sehr teuren Gerät finanzieren. Ein Handy unter 100 Euro dagegen kann oft direkt mit dem Tarif abbezahlt werden – die 100 Euro sind in der Gewinnspanne für einen Handyvertrag über 24 Monate bereits mit enthalten. Daher gibt es solche Handys oft bereits ab 1 Euro und ohne Aufschlag auf die monatliche Grundgebühr.

Es bleibt allerdings die Frage, ob man wirklich einen Handyvertrag mit 24 Monaten Laufzeit benötigt. Oft ist es sinnvoller, ein günstiges Handy bei einem freien Händler zu erwerben und dazu einen passenden (und preiswerten) Tarif vom Discounter. Damit spart man oft mehr als mit einem Handyvertrag und bleibt dazu flexibel und kann auch jederzeit wieder wechseln.

 

Zu alte Handys können ein Risiko sein

In vielen Fällen gibt es bei Restposten-Händlern oder auch im Bereich der privaten Kleinanzeigen ehemalige Topmodelle, die bereits seit 5 oder mehr Jahren auf dem Markt sind. Diese werden oft extrem günstig (im Preisbereich von 50 bis 100 Euro angeboten).

Bei diesen Modellen sollte man trotz des günstigen Preises im Hinterkopf behalten, dass es einige kritische Punkte gibt:

  • Garantie und Gewährleistung sind längst abgelaufen und oft findet man keine Ersatzteile und auch kein Zubehör mehr. Selbst ein Akkuwechsel kann dabei dann schon zu einem Problem werden.
  • Die Software ist oft komplett veraltet. Viele aktuelle Apps arbeiten nicht mehr mit diesen alten Versionen und es gibt Sicherheitslücken und Probleme, die es nicht empfehlenswert machen, diese Geräte einzusetzen.
  • neuer Mobilfunk-Standards (wie LTE) werden oft noch nicht unterstützt und daher sind viele der aktuellen Tarife für diese Geräte überdimensioniert.

Man sollte also beim Kauf von Smartphones unter 100 Euro auch auf das Alter achten und von zu alten Geräten (auch wenn der Preis verlockend erscheint) lieber Abstand nehmen.

Prepaid Handys

Prepaid Handys sind in den letzten Jahren etwas aus dem Fokus geraten und man findet nur noch wenige Anbieter, die wirkliche Prepaid Bundles (mit Handy und passender Simkarte) anbieten. Der Grund dafür ist einfach: die Prepaid Discounter sind auf sim-only Tarife spezialisiert, und für Subventionen von Geräten ist da nicht genug Gewinnspanne übrig.

Ohne subventioniert Geräte kann man sich die Prepaidhandys aber auch normal bei einem freien Händler holen – es gibt dann also keine Vorteil.

Dazu wurden Prepaid Handys sehr häufig mit einer elektronischen Sperre (dem sogenannten Simlock) verkauft. Das ist auch kaum noch zeitgemäß und viele Nutzer lehnen solche Geräte ab. Si bevorzugen flexible Simkarte und Geräte, mit denen man wechseln kann, wenn es günstigere Angebote auf dem Markt gibt.

Daher gibt es derzeit meistens nur noch bei den Netzbetreibern entsprechende Pakete aus Prepaid Handy und Prepaid Karte – ein wirklicher Verlust ist das aber nicht.